John Arbuthnot, Baron Fisher of Kilverstone

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    britischer Admiral; * 1841 , † 1920

    ab 1908 Baron Fisher of Kilverstone;

    Admiral Sir John Fisher, erster Seelord der englischen Flotte

    1854 Eintritt in die Royal Navy, 1899 Vertretung Englands bei der 1. Haager Friedenskonferenz; 1901 Ernennung zum 2. Sea Lord, in dieser Funktion umfangreiche Reorganisation der Royal Navy; 21.10.1904 Ernennung zum First Sea Lord. Fisher initiierte den Bau der H.M.S. Dreadnought, die mit ihrer Bewaffnung die älteren Schiffe der Royal Navy weit übertraf, sowie die Anschaffung neuer Schlachtkreuzer und die Ausmusterung von Schiffen mit begrenzter Feuerkraft. Er konzentrierte die Flotte in den heimischen Gewässern, erleichterte den Aufstieg ins Offizierkorps und richtete die Ausbildung stärker auf die moderne Waffentechnik aus. 1910 Abschied aus der Admiralität, 1914 Rückkehr nach der Niederlage des britischen Geschwaders bei Coronel. Fisher entsandte zwei Schlachtkreuzer der Grand Fleet in den Südatlantik, wo sie am 8.12.1914 vor den Falklandinseln das Kreuzergeschwader Admiral von Spees vernichtend schlugen. Fishers zunächst gute Beziehungen zum britischen Marineminister Churchill verschlechterten sich dramatisch, als Fisher im Kriegsrat offen gegen Churchills Pläne einer Invasion der Meerenge der Dardanellen opponierte; eine weitere Zusammenarbeit schien unmöglich. Nach dem Sturz der Regierung Asquith und der Ablösung Churchills durch Arthur James Balfour war Fisher nur noch kurze Zeit in der Entwicklungsabteilung der Royal Navy tätig.


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