Jurij Nikiforowitsch Danilow

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    russischer General und Militärhistoriker; * 25. August 1866 , † 3. November 1937


    Abschluss der Artillerieschule und der Akademie des Generalstabs, 1908-09 Generaloberquartiermeister. 1904 zum General der Infanterie befördert, war Danilow der Urheber des "Plan 19", der die Angriffe der russischen Armee im Kriegsfall koordinieren sollte. Der Plan wurde jedoch nicht vollständig umgesetzt, da er die österreichisch-ungarischen Armeen nicht ausreichend berücksichtigte; auf Drängen des Generalstabs wurden je zwei Armeen gegen Österreich-Ungarn sowie gegen das Deutsche Reich aufgestellt. Wegen der Führungs- und Planungsschwäche seines Vorgesetzten übernahm Danilow nach Kriegsbeginn die russische Strategieplanung, konnte jedoch aufgrund der unklaren Ziele und unzulänglichen Mittel wenig effizient arbeiten. 1915 wurde Danilow zum Kommandeur des XXV. Armeekorps ernannt, im folgenden Jahr zum Stabschef der Nordfront und im Mai 1917 zum Oberbefehlshaber der 5. Armee. 1917 nach der Oktoberrevolution emigrierte Danilow nach Frankreich.


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