Konstantin Schmidt von Knobelsdorf

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    preußischer General; * 13. Dezember 1860 , † 1. September 1936


    1878 Eintritt in die Armee; Abschluss der Kriegsakademie; 1904-08 Chef des Generalstabs des 10. Armeekorps; 1908-11 Kommando über das 4. Garderegiment zu Fuß; 1911 Ernennung zum Generalmajor, 1912 zum Oberquartiermeister. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs setzte die Heeresleitung Schmidt von Knobelsdorf als Stabschef der 5. Armee (Wilhelm von Preußen) ein. 1915 wurde er in dieselbe Position bei der neu gebildeten Heeresgruppe Deutscher Kronprinz versetzt, die die französische Herbsoffensive in der Champagne zurückschlug. Anschließend übernahm er die strategische Planung für den Einsatz der Heeresgruppe beim Angriff auf Verdun. Als dieser scheiterte, modifizierte er - in Kooperation mit Falkenhayn - die Ziele; er wollte die französische Armee nun ausbluten lassen. Da die deutschen Verluste massiv anwuchsen, wurde Schmidt von Knobelsdorf zum 10. Armeekorps versetzt. 1918 Ernennung zum General der Infanterie; 1919 Abschied aus der Armee.


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