Krieg auf See und in den Kolonien

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    Das Kamelreiterkorps in Deutsch-Südwestafrika

    Die Unterlegenheit der deutschen Kriegsflotte zeigte sich schon 1914: Beim Vorstoß gegen Helgoland versenkten die Engländer drei deutsche Kreuzer (August 1914) und in der Seeschlacht bei den Falklandinseln vernichteten sie die deutsche Seemacht auf dem Weltmeer. Dadurch waren die Kolonien schutzlos. Togo und Kamerun wurden 1914, Südwestafrika 1915 besetzt; nur Lettow-Vorbeck behauptete sich bis Kriegsende in Ostafrika. Die ozeanischen Besitzungen waren 1914 von Japan, Australien und Neuseeland besetzt worden.

    Panzerkreuzer "Derfflinger" während der Schlacht am Skagerrak, Breitseite feuernd

    Da auch das Gefecht bei der Doggerbank (1915) und die Schlacht am Skagerrak (1916) der deutschen Hochseeflotte keine weitere Wirkungsmöglichkeit erlaubten, suchte Deutschland durch Minen, Einzelaktionen von (Hilfs-)Kreuzern (Emden) und U-Booten den feindlichen Handel zu stören und hoffte, durch uneingeschränkten U-Boot-Krieg die englische Kriegswirtschaft zu lähmen, geriet aber damit 1917 in Konflikt mit den Vereinigten Staaten.


    Bildergalerie: Ostfront

    > Weitere Galerien

    Briefe gefallener Studenten

    November 1914.

    ... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

    > Weitere Briefe