Magnus von Eberhardt

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    deutscher General; * 1855 Berlin , † 1939 ebd.

    General Magnus von Eberhardt

    1891-94 Kommando über die 8. Infanteriedivision in Erfurt; 1894-98 Tätigkeit im preußischen Kriegsministerium, Ernennung zum Major; 1898-90 Kommando über das Grenadier-Regiment "Prinz Karl von Preußen", anschließend Tätigkeit im Generalstab in Berlin; 1903/03 Kommando über das 10. Armeekorps in Hannover; 1904-07 Befehl über das Garde-Füsilier-Regiment Nr. 1; 1907 Ernennung zum Generalmajor; anschließend Stabschef der Elitegarde; 1911 Versetzung zur 19. Infanteriedivision; Militärgouverneur über das südliche Elsass.

    Bei Kriegsbeginn wurde Eberhardt aufgrund seiner Kenntnisse des Elsass’ das Kommando über das 15. Reservekorps übertragen. Er konnte erfolgreich den französischen Angriff auf Colmar abwehren und beinahe das gesamte Elsass besetzen. Anschließend wurden Eberhardts Truppen nach Serbien verlegt, bis ihre Reserve 1916 nach Verdun bewegt wurde. Eberhardt wurde das Kommando über das 10. Reservekorps anvertraut und seine Verdienste im Mai 1917 mit dem Orden Pour le Mérite ausgezeichnet. Zwischen August und Oktober 1918 befehligte Eberhardt als Nachfolger General Böhns die 7. Armee und nach deren Zusammenbruch die 1. Armee, die er von Otto von Below übernahm. Nach der Demobilisierung des Heers wurde Eberhardt durch Hindenburg in Ostpreußen eingesetzt.


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