Manfred Freiherr von Richthofen

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    deutscher Jagdflieger; * 2. Mai 1892 in Breslau , † 21. April 1918 bei Vaux-sur-Somme

    Manfred Freiherr von Richthofen

    Manfred von Richthofen, der seine militärische Karriere vor dem Ersten Weltkrieg als Kavallerieoffizier begonnen hatte, avancierte nach seinem Eintritt in die von Oswald Boelcke gegründete Jagdstaffel mit 80 bestätigten Abschüssen zum erfolgreichsten Jagdflieger des Ersten Weltkriegs. Richthofen wurde nach dem Tod Boelckes im Herbst 1916 Kommandant der Jagdstaffel 11, im Juni 1917 Geschwaderkommandeur des Jagdgeschwaders 1. Er verwendete einen Dreidecker vom Typ Fokker Dr I, den er rot angestrichen hatte. Dadurch wollte er den Abschuss durch eigene Flugzeuge vermeiden und als Führungsflugzeug für seine Staffel besser erkennbar sein (damals waren die Jagdflieger noch nicht mit Funkgeräten ausgestattet). Auf Grund der Farbgebung seines Flugzeugs wurde er bald "Roter Baron" genannt. Sein Beispiel machte Schule: Die deutschen Jagdstaffeln bemalten ihre Flugzeuge mit auffälligen Farben, die jeder Flieger für sein Flugzeug leicht abänderte, so dass jeder individuell erkennbar war. Am 21. April 1918 starb Richthofen nach einem Luftkampf.


    Bildergalerie: Flugzeuge und Luftschiffe

    > Weitere Galerien

    Briefe gefallener Studenten

    November 1914.

    ... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

    > Weitere Briefe