Max Hermann Bauer

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    deutscher Politiker; * 1869 , † 1929


    Bauer wurde nach Besuch der Artillerie- und Ingenieurschule Charlottenburg 1905 in den großen Generalstab kommandiert und 1908 dort Artilleriereferent in der Aufmarschabteilung des General Ludendorff. Bei Kriegsausbruch wurde er dem Chef des Generalstabs des Feldheers zugeteilt, betätigte sich seither wiederholt auch operativ und gewann durch seine Beziehung zum Kronprinzen Wilhelm zunehmend an politischem Gewicht. Wesentlich am Sturz Bethmann Hollwegs wie dann an der Ablösung Falkenhayns beteiligt, arbeitete er in der 3. Obersten HeeresleitungHindenburg/Ludendorff. 1919 zur Disposition gestellt schloss er sich eng an Ludendorff an, wirkte als Publizist für die Dolchstoßlegende und als Organisator für nationale Organisationen. Der Bestrafung nach dem misslungenen Kapp-Putsch entzog er sich durch Flucht ins Ausland. 1925 amnestiert, konnte er nach Deutschland zurückkehren. Bauer starb auf einer Beratungsreise im Dienst Nationalchinas an den Pocken.


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