Moritz Freiherr von Auffenberg von Komarów

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    österreichisch-ungarischer General; * 22. Mai 1852 Troppau , † 18. Mai 1928 Wien

    Moritz Freiherr von Auffenberg von Komarow

    Auffenberg von Komarów hatte sich früh mit den völkischen Problemen Österreichs, vor allem mit dem Verhältnis zu Ungarn beschäftigt, so dass er 1911 auf Drängen des Thronfolgers Franz Ferdinand zum Kriegsminister ernannt wurde. Er führte ein neues Wehrgesetz und die im Weltkrieg bewährten 30,5-Mörser ein. 1912 wurde er Armeeinspektor und übernahm bei Beginn des Ersten Weltkriegs den Befehl über die 4. Armee in Galizien. Er schlug vom 24.8. bis 2.9. die Russen in der großen Umfassungsschlacht bei Komarów, ohne eine völlige Einkesselung zu erlangen. Nach dem Scheitern der Galizienoffensive wurde er verabschiedet und 1915 wegen Preisgabe militärischer Geheimnisse als Kriegsminister verhaftet, aber vom Kriegsgericht, nicht jedoch vom Ehrengericht, freigesprochen.


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