Panzerabwehrwaffen

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    Das Aufkommen des Panzers als einer neuen Waffe im Ersten Weltkrieg bedingte die Schaffung von Panzerabwehrwaffen. Obwohl die Entente seit September 1916 in wachsendem Umfang Panzer einsetzte, unterschätzte die deutsche Armeeführung bis Kriegsende die Panzerabwehr und begnügte sich mit Behelfsmaßnahmen. Wirksamstes Panzerabwehrmittel war die Artillerie, die ihre Wirkung gegen Panzer durch Einrichtung von Nahkampfbatterien aus abgeänderten Feldkanonen sowie Verschießen einer besonderen Panzergranate zu erhöhen suchte. Die Infanterie behalf sich mit dem Verschießen von Stahlkernmunition aus Maschinengewehren und Gewehren sowie der Verwendung von Behelfsminen und gebündelten Handgranaten (geballte Ladung). Dazu kam die meist pioniermäßige Einrichtung von Tankfallen und Panzergräben. Erst ab Mai 1918 erhielt die deutsche Infanterie das 13-mm-Tankgewehr, das auf eine Entfernung von 100 m eine Panzerung von 22 mm durchschlug, aber zu unhandlich und von zu geringer Wirkung war.


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