Philipp Fürst zu Eulenburg und Hertefeld

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    deutscher Fürst und Diplomat; * 12. Februar 1847 in Königsberg , † 17. September 1921 in Liebenberg


    1870/71 Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg, Abschluss der Militärausbildung im Rang des Gardeoffiziers; anschließend Jurastudium und Tätigkeit als Richter; 1877-81 Übernahme eines Postens im Auswärtigen Amt; 1881-88 als preußischer Legationssekretär in München, Bekanntschaft und Freundschaft mit Prinz Wilhelm von Preußen (später Wilhelm II.); 1890 Mitwirkung am Sturz des Reichskanzlers Bismarck; 1894-1903 Botschafter in Wien, Freundschaft mit Kaiser Franz Joseph I.; 1900 Erhebung in den Adelsstand; 1903 Abschied aus dem diplomatischen Dienst, aber Fortsetzung seiner Funktion als Berater des Kaisers. 1906-09 Vorwürfe der Homosexualität und des Meineids, die sich in mehreren Aufsehen erregenden Prozessen zwar als unhaltbar herausstellten, aber Eulenburgs politisches Ansehen zerstören; Rückzug aus der aktiven Politik. Kurz nach Kriegsausbruch verfasste Eulenburg eine Kritik an der Außenpolitik des Deutschen Kaiserreichs, die Deutschland eindeutig eine Kriegs(mit)schuld einräumt.


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