Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    Abk.: RJF;

    am 8.2.1919 gegründeter Verein der deutschen Juden zur Kameradschaftspflege, Betreuung jüdischer Kriegsopfer, Förderung von Siedlungsprojekten, sportlichen Wettkämpfen u. a. Der Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten, der 1936 ca. 30 000 Mitglieder zählte, publizierte die Wochenzeitschrift "Der Schild" (1921-38) und warb um Sympathie für die jüdische Sache mit der Dokumentation "Die jüdischen Gefallenen des deutschen Heeres" (1932). Konnte er zu Beginn des Dritten Reichs, v. a. mit Hilfe von Reichspräsident Hindenburg, noch Ausnahmen für seine Mitglieder von den antijüdischen Maßnahmen (u. a. Arierparagraph) erreichen, so wurde auch er spätestens seit den Nürnberger Gesetzen vom nationalsozialistischen Antisemitismus voll erfasst und 1938 aufgelöst.


    Bildergalerie: Ostfront

    > Weitere Galerien

    Briefe gefallener Studenten

    November 1914.

    ... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

    > Weitere Briefe