Rosa Luxemburg

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    deutsche Politikerin; * 5. März 1870 in Zamosc bei Lublin (Polen) , † 15. Januar 1919 in Berlin

    Rosa Luxemburg

    Unter den marxistischen Theoretikern Westeuropas als genialer Kopf geltend, in der revolutionären Praxis kompromisslose Kämpferin und zugleich doch eine tiefempfindende, sensible Künstlernatur, gehörte Rosa Luxemburg zu den faszinierendsten Persönlichkeiten ihrer Zeit. Sie wuchs als Tochter eines begüterten jüdischen Kaufmanns in einer russisch-polnischen Kleinstadt auf, schloss sich bereits als Schülerin der sozialistischen Bewegung an und tat sich nach Studium und Promotion in Zürich bei der Gründung der "Sozialdemokratischen Partei des Königreichs Polen" hervor, deren Führerin sie wurde.

    1897 ging sie nach Deutschland, wo sie, nachdem sie durch eine Scheinheirat die deutsche Staatsangehörigkeit erworben hatte, rasch Spitzenfunktionen im radikalen Flügel der Sozialdemokratie erreichte. Während des Ersten Weltkriegs gründete sie gemeinsam mit Liebknecht den Spartakusbund, befand sich jedoch aufgrund ihrer kriegsgegnerischen Agitation fast ständig in Schutzhaft. Nach der Novemberrevolution von 1918 zur kommunistischen Partei übergetreten, wurde sie bei dem von ihr selbst als verfrüht abgelehnten Januaraufstand durch Lynchjustiz umgebracht.


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