Rupprecht von Bayern

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    Kronprinz in Bayern; * 1869 , † 1955

    Rupprecht von Bayern, Gemälde

    Der älteste Sohn von König Ludwig III. wurde nach dem Besuch der Kriegsakademie 1903 Divisionskommandeur und 1906 kommandierender General des I. Bayerischen Armeekorps und 1912 Generalinspekteur der 4. Armeeinspektion in München, zu der auch preußische Truppenteile gehörten. Im Ersten Weltkrieg führte er die 6. Armee in der Schlacht in Lothringen 1914, 1915 bei Arras und La Bassée. 1916 wurde Rupprecht Generalfeldmarschall und Oberbefehlshaber der Heeresgruppe "Kronprinz Rupprecht", die er 1916 in der Sommeschlacht, 1917 in Flandern (Dritte Flandernschlacht) und auch noch 1918 in den großen Endschlachten (Große Schlacht in Frankreich) führte. Politisch trat er frühzeitig für einen rechtzeitigen Friedensschluss, vor allem auch Hertling gegenüber ein. Auch nach dem Sturz der Monarchie konnte er sein hohes Ansehen als "heimlicher König von Bayern" bewahren. Ein aktives Eingreifen zur Wiederherstellung der Monarchie lehnte er ab.


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