Seestreitkräfte

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    Die Seestreitkräfte und der Seekrieg spielten im Ersten Weltkrieg gegenüber dem Landkrieg eine selbständige, aber untergeordnete Rolle. Die Kriegsdoktrin Deutschlands war insgesamt auf einen kurzen Krieg ausgerichtet. Das Scheitern der deutschen Operationspläne zu Lande (Marne 1914) brachte daher auch für die Seestreitkräfte eine völlig neue Lage. Auf ihrem Hauptkriegsschauplatz, der Nordsee, blieb die von der Marineführung erwartete Seeschlacht im Raum der Deutschen Bucht aus. Die britische Fernblockade hatte beträchtliche Auswirkungen auf die kriegswirtschaftliche Lage der Mittelmächte. Umgekehrt brachte der deutsche U-Boot-Krieg Großbritannien zeitweilig in Versorgungsschwierigkeiten. Relativ untätig blieben die Schlachtflotten beider Seiten. Die einzige Seeschlacht zwischen den deutschen und britischen Hauptkräften, die Schlacht vor dem Skagerrak 1916, hatte keinen wesentlichen Einfluss auf den Kriegsverlauf. Charakteristisch für den Einsatz der Seestreitkräfte im Ersten Weltkrieg waren der U-Boot-Krieg, die Ausweitung des Minenkriegs und der gesteigerte Einsatz leichter Überwasserkräfte. Erstmalig wurden auch Marinefliegerkräfte verwendet.


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