Stahlhelm

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    Soldat mit Stahlhelm

    Der Stahlhelm wurde von einigen Krieg führenden Ländern in verschiedenen Ausführungen entwickelt. Anlass war der hohe Anteil von Kopfverletzungen, vor allem im Stellungskrieg. Auf deutscher Seite befürwortete insbesondere der namhafte Mediziner August Bier (1861-1949), auch als beratender Chirurg beim XVIII. Armeekorps tätig, die Entwicklung eines Stahlhelms. Der Stahlhelm wurde ab 1915 im französischen Feldheer eingeführt und ab Februar 1916 im deutschen Heer verwendet (zuerst bei den vor Verdun 1916 eingesetzten Truppen). Das Modell 16 (M 16) bestand aus Chromnickelstahl, hatte einen Augen- und Nackenschutz und wog entsprechend der Kopfgröße 1000-1350 g. Die am Vorderteil befindlichen zwei Lüftungsbolzen dienten auch zur Befestigung einer speziellen Panzerplatte zum zusätzlichen Stirnschutz. Sie wurde bei Posten zum Schutz gegen Scharfschützen eingesetzt. Der Stahlhelm M 16 wurde in der deutschen Wehrmacht bis 1935 verwendet, vereinzelt bis Ende des Zweiten Weltkriegs.


    Bildergalerie: Schlacht um Verdun

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