Sturmpanzerwagen A.7 V

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    Deutscher Panzer vom Typ A 7 V
    Erster deutscher Panzer (Tank) an der Westfront, Juli 1918.

    Nach dem Panzereinsatz der Alliierten bei der Schlacht an der Somme gab die OHL entgegen ihrer bisherigen Einstellung am 13.11.1916 den offiziellen Auftrag für die Konstruktion eines Sturmpanzerwagens an Daimler und Büssing. Der erste Prototyp wurde im April 1917 vorgestellt; kurze Zeit später lief die Produktion - wenn auch aufgrund des Materialmangels nur schleppend - an. Von den geplanten 100 Fahrzeugen konnten bis Kriegsende nur 20 fertig gestellt werden. Zudem waren bereits Mängel bei den ersten Exemplaren aufgetreten: Die geringe Bodenfreiheit machte Fahrten in sehr unebenem Gelände unmöglich und die hohe Hitze im Inneren des A.7 V (bis über 80° Celsius) erforderte das Tragen von Hitzeschutzanzügen. Dies wurde jedoch durch die vergleichsweise hohe Geschwindigkeit des Panzerwagens ausgeglichen. Der Ersteinsatz des Sturmpanzerwagens A.7 V fand am 21.3.1918 statt.

    Technische Daten

    • Gewicht: 32,5 t
    • Höchstgeschwindigkeit: 15 km/h auf Straße, 4-8 km/h im Gelände
    • Länge: 8,0 m
    • Breite: 3,2 m
    • Höhe: 3,4 m
    • Fahrbereich: 60-70 km auf Straße, 30-35 km im Gelände
    • Besatzung: 18-26
    • Bewaffnung: eine 57-mm-Maxim-Nordenfeldt-Kanone oder eine belgische 57-mm-Beutekanone; 6 08/15-MGs
    • Seitenrichtfeld der Kanone: je 45° links und rechts
    • Panzerung: 30 mm Front, 15 mm seitlich


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