Tannenbergbund

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    nach dem Ort der siegreichen Schlacht bei Tannenberg gegen die Russen 1914 benannter, 1926 von E. Ludendorff gegründeter Dachverband der völkischen Wehr- und Jugendbünde (anfangs ca. 30 000 Mitglieder). Weltanschaulich verstand sich der Tannenbergbund als Kampfgemeinschaft der "von der christlichen Suggestion Befreiten" gegen die "überstaatlichen Mächte" (katholische Kirche, Marxisten, Juden, Freimaurer u. a.) und für eine "deutsche Gotterkenntnis". Damit zählte der Tannenbergbund zu den Wegbereitern des Nationalsozialismus, der aber als politische Organisation mit Rücksicht auf die Kirchen sorgfältig Distanz wahrte und nach der Machtergreifung durch administrative Schikanen und Abwerbung für Auszehrung des Tannenbergbunds sorgte. Im September 33 wurde er schließlich verboten; Ludendorff und seine Frau Mathilde, ideologischer "Kopf" des Tannenbergbunds, blieben wegen der Popularität des Feldherrn unbehelligt.


    Bildergalerie: Flugzeuge und Luftschiffe

    > Weitere Galerien

    Briefe gefallener Studenten

    November 1914.

    ... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

    > Weitere Briefe