Torpedoboot

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    Vor Beginn des Ersten Weltkriegs erreichten die Torpedoboote der deutschen Marine eine Wasserverdrängung von über 600 t und eine Geschwindigkeit von bis zu 34 kn. Ihre Hauptbewaffnung bestand aus drei bis vier Torpedoausstoßrohren sowie ein bis zwei 88-mm-Kanonen. Während des Kriegs wurden teilweise noch größere Typen von Torpedobooten gebaut, die als Torpedozerstörer zur Bekämpfung gegnerischer Torpedos geeignet waren. Die Torpedoboote fanden vor allem als Aufklärungs- und Sicherungskräfte sowie bei überraschenden Angriffen auf gegnerische Seetransporte und Sperren Verwendung. In der Seeschlacht am Skagerrak 1916 ermöglichte ihr Einsatz das Lösen der deutschen Großkampfschiffe vom Gegner. Gemäß den Bestimmungen des Versailler Vertrags musste Deutschland 92 moderne Hochsee-Torpedoboote an die Entente ausliefern; es durfte maximal 24 solcher Einheiten (zwölf Torpedoboote und zwölf Zerstörer) mit einer Wasserverdrängung von 200 bis 800 t besitzen.


    Bildergalerie: Flugzeuge und Luftschiffe

    > Weitere Galerien

    Briefe gefallener Studenten

    November 1914.

    ... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

    > Weitere Briefe