Wilhelm II. (Württemberg)

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    König von Württemberg; * 25. Februar 1848 Stuttgart , † 2. Oktober 1921 Bebenhausen

    König Wilhelm II. von Württemberg

    Sohn Prinz Friedrich von Württembergs; schon 1862 Ernennung zum Leutnant; 1866 Teilnahme am Kampf gegen die Preußen; 1869 Eintritt in die preußische Armee ins Potsdamer Garderegiment; 1870/71 Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg; 1875-77 Verabschiedung aus dem Militärdienst; 1877 Kommandeur der 27. Kavalleriebrigade; 1891 Nachfolge König Karls auf dem Thron.

    Da die württembergischen Truppen im Krieg der militärischen Leitung des Deutschen Reichs unterstellt wurden, besaß Wilhelm nach 1914 keinerlei Kommandokompetenzen mehr. Er kümmerte sich dennoch intensiv um die Truppenmoral, reiste insgesamt 14-mal an die Front und besuchte immer wieder Lazarette. Daneben kämpfte er gegen die Nachkriegspläne der Reichsregierung und Bayerns, die eine Unterteilung des Reichs in Bayern, Baden und Preußen vorsahen und den württembergischen Landesteil durch französische Annexionen entschädigen wollten. Nach Beginn der Unruhen im Herbst 1918 legte er unabhängig vom Reich eine Parlamentarisierungsreform in Württemberg vor, konnte die Novemberrevolution aber auch nicht mehr aufhalten. Am 30.11.1918 dankte Wilhelm II. ab und nahm den Titel eines Herzogs zu Württemberg an.


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