Zerstörer

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    Ursprünglich eine britische Entwicklung der 1890er Jahre, sollte der Zerstörer zunächst einen "Torpedoboot-Fänger" darstellen. Für die erfolgreiche Pflichterfüllung waren vor allem eine leichte Bauweise und die daraus und aus dem Einsatz des neu entwickelten Turbinenantriebs resultierende Geschwindigkeit bedeutend. Mit Kanonen und Torpedorohren bewaffnet, besaß der typische britische Zerstörer eine Wasserverdrängung von mehr als 1000 t, eine Besatzung von maximal 30 Mann und eine Höchstgeschwindigkeit um 30 kn. Mit zunehmendem Einsatz von Zerstörern wandelten sich deren Aufgaben von einer rein defensiven Rolle hin zu einem der zentralen Instrumente im Angriff auf die gegnerischen Hauptkampfgeschwader. Zum ersten Mal kamen Zerstörer in dieser Rolle bei der Schlacht am Skagerrak zum Einsatz, als über 60 britische Zerstörer die deutsche Hochseeflotte angriffen und mehrmals zum Abwenden zwangen. Allerdings verloren die Briten bei diesem Einsatz acht Schiffe; die übrigen waren teilweise schwer beschädigt. Die Lehre aus "Jütland", wie die Briten die Schlacht nennen, lautete: Erhalt der Beweglichkeit bei einer effektiveren Bewaffnung und Verstärkung der Panzerung. Als Torpedoboote fanden Zerstörer kaum Verwendung, sie mussten jedoch die Flotten gegen U-Boot-Angriffe abschirmen. Einige Zerstörer wurden zu Minenbooten umgerüstet.


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