Zweite Schlacht an den Masurische Seen

    Aus Lexikon Erster Weltkrieg

    (7.-21.2.1915)

    auch: Winterschlacht in Masuren;

    Nach den Erfolgen bei Tannenberg und an den Masurischen Seen waren die deutschen Streitkräfte von Ostpreußen aus nach Südpolen, Warschau und Lodz marschiert und hatten Polen und Schlesien vor einem Russeneinfall gerettet und die österreichischen Heere wenigstens vorübergehend entlastet. Eine geplante Einkreisung und Vernichtung der Russen war aber nicht gelungen. Die deutsche Oberste Heeresleitung stellte Hindenburg und Ludendorff vier neue Armeekorps zu einem Angriff in Ostpreußen zur Verfügung, lehnte aber deren große, auf die Niederwerfung Russlands zielende Pläne ab. Mitte Februar 1915 griff die deutsche 8. Armee die erneut nach Ostpreußen eingedrungene russische 10. Armee an. Ihr rechter Flügel (XX. Armeekorps) ging aus der Gegend von Johannisburg über Bialla in Richtung auf Augustowo vor, ihr linker Flügel (XXI. Armeekorps) von Insterburg - über Stallupönen-Wirballen ausholend - auf Suwalki. Dadurch wurden die Russen umzingelt und völlig vernichtet. Über 100 000 Gefangene wurden gemacht.


    Bildergalerie: Flugzeuge und Luftschiffe

    > Weitere Galerien

    Briefe gefallener Studenten

    November 1914.

    ... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

    > Weitere Briefe